Warum Wasser?

Hast du dir schon einmal vorgestellt, wie es wäre, wenn du kein Wasser hättest? Oder das Wasser, das du hast, so verdreckt ist, dass du davon krank wirst? Klingt nach einem Problem, das wir in Deutschland normalerweise nicht kennen. Sauberes Wasser ist für uns selbstverständlich. Aber Wasser ist wesentlich mehr: Wasser bedeutet Leben!

71 Prozent

Unser Planet besteht zu 71 Prozent aus Wasser. Auch der Körper eines erwachsenen Menschen hat einen Wasseranteil von rund 70 Prozent. Wasser ist somit ein wesentlicher Bestandteil allen Lebens.

4 Tage

Ein Mensch kann ca. 4 Tage ohne Wasser überleben. Wir alle brauchen sauberes Wasser, um zu überleben. Ob Produktion, Landwirtschaft oder Ernährung - in allen Bereichen ist Wasser die notwendige Grundlage.

Das Problem

Die starke Verschmutzung der Weltmeere ist ein zunehmendes Problem. Tiere sterben an Plastikteilen im Magen und Fische, die Plastik in sich tragen, landen auf unseren Tellern. Wir schaden nicht nur unserer Natur, sondern am Ende uns selbst.

Woher kommt der Müll?

Nur 20% des Mülls im Meer wird durch die Schiffsindustrie oder Fabriken produziert, welche direkt am Meer liegen. Das bedeutet: 80% wird auf dem Festland produziert. Ein Großteil wird über die Flüsse ins Meer geleitet. 

Wir müssen anfangen unsere Flüsse und Ufer aufzuräumen und sauber zu halten. Es ist an der Zeit anders zu produzieren, beim Einkaufen umzudenken und über den Umgang mit unserem Müll nachzudenken. Denn unser Handeln kann einen wesentlichen Beitrag zu sauberem Wasser in der Zukunft für uns alle bedeuten.

Fakt ist:

Plastik in der Welt

Ein Jahrzehnt voll Plastik: Seit 2000 wurde in 10 Jahren mehr Plastik hergestellt als in den gesamten 40 Jahren zuvor – Tendenz steigend. Weltweit werden mittelerweile 400 Millionen Tonnen Plastik produziert. Mehr als ein Drittel davon fällt in den Bereich Verpackungen.

Wir Menschen! Für die riesigen Mengen Plastikmüll sind nicht nur große Konzerne wie Coca Cola, Nestlé, Danone, Unilever verantwortlich – genauso trägt jeder einzelne von uns dazu bei. Denn wir alle haben es selbst in der Hand und können mit unserem Konsumverhalten Angebot und Nachfrage beeinflussen.

Die Plastikkrise ist ein globale Krise. Unser Müll, den wir produzieren oder falsch entsorgen, ist nicht nur für einzelne Regionen ein echtes Problem, sondern wirkt sich weltweit aus und hinterlässt sichtbare Spuren mit fatalen Folgen.

8300 Millionen Tonnen Plastik – das ist die geschätzte Gesamtmenge an Plastik, die jemals weltweit produziert wurde. Zu diesem Ergebnis kamen  Wissenschaftler in einer Studie, die sie 2017 in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlichten. Die Menge entspricht übrigens 55 Millionen Jumbo-Jets!

1950 lag die jährliche Produktion von Plastik noch bei lediglich 2,1 Millionen Tonnen. Innerhalb von 65 Jahren ist die Produktion kontinuierlich gestiegen. Allein im Jahr 2015 wurden 406 Millionen Tonnen Plastik produziert.

2019 veröffentlichte Coca Cola erstmals Daten zur Plastikproduktion: 88 Milliarden Einweg-Plastikflaschen produzierte der Konzern in einem Jahr. Die Flaschen aneinander gereiht würden 31 Mal zum Mond und zurück reichen.

Den eigenen Konsum ändern. Zahlreiche plastikfreie Alternativen stehen den Plastikprodukten in nichts nach. Wir haben hier einige Beispiele zusammengestellt:

  • Feste Pflegeprodukte statt flüssige
  • Zahnbürste aus Bambus statt aus Plastik
  • Mehrweg statt Einweg
  • Flaschen, Dosen und Co. aus Edelstahl, Keramik und Glas sind gute Alternativen für viele Plastikprodukte

Plastik im Menschen

5 Gramm, so schwer wie eine Kreditkarte – das ist die Menge an Plastik, die ein Mensch etwa pro Woche aufnimmt. Eine Studie im Auftrag des WWF kam zu diesem Ergebnis.

Zudem fanden Forscher des österreichischen Umweltbundesamt Mikroplastik in Stuhlproben.

Reifenabrieb, Kleidung und Kunstrasen: Plastik ist ein weitverbreiteter Werkstoff und nutzt sich selbstverständlich mit der Zeit ab. Das erodierte Material, also die zerfallenen Plastikkrümel, sind dem entsprechend ebenfalls überall. In der Luft. In Gewässern. Im Boden.

Selbst unser Trinkwasser und manche Nahrungsmittel ist teilweise schon kontaminiert.

Was das Plastik in unserem Körper anrichtet, wissen wir bisher noch nicht. Ebenfalls ist bisher noch nicht erforscht, welche Wege das Plastik in unserem Körper nimmt. Reichert es sich womöglich in uns an? Und was bedeutet das dann für uns?

Das Forscherteam um Charles Rolsky und Varun Kelkar von der University of Arizona haben ein Verfahren entwickelt, das bei der tiefer gehenden Forschung helfen soll.

50 Mikrometer bis fünf Millimeter – das ist die Größenspannweite der kleinen Plastikteilchen, die nun mittels des Verfahrens im menschlichen Gewebe untersucht werden können.

Plastik in Tieren

Was für uns Menschen noch nur die Kreditkarte ist, sieht bei Tieren deutlich fataler aus: Abgeschnürrte und abgestorbene Gliedmaßen, weil sie sich in Plastik verfangen haben. Gestorben, weil sie sich nicht selbst aus ihrem Plastikgefängis befreien konnten. Qualvoll Verhungert, weil der Magen mit Plastikteilen gefüllt ist und sie keine Nahrung mehr aufnehmen können.

Unser fahrlässiges Verhalten und unbedachter Umgang mit dem Müll kosten jedes Jahr 135.000 Meeressäuger und eine Million Meeresvögel das Leben. Und auch Landtiere leiden unter unserem Konsum und werden zunehmend mit Plastik in ihrem Umfeld konfrontiert.

Viele Tiere verwechseln unseren Plastikmüll mit Nahrung. Forschende fanden beispielsweise in den Mägen von Eissturmvögeln im Schnitt 34 Plastikteile mit einem Gewicht von 0,31 Gramm.

Klingt wenig? Falsch gedacht: Denn auf unseren menschlichen Magen hochgerechnet, bedeutet das 31 Gramm Plastik. Und mit dieser Menge lässt sich ein ganzer Teller füllen!

Plastik in der Natur

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Was das Plastik in unserem Körper anrichtet, wissen wir bisher noch nicht. Ebenfalls ist bisher noch nicht erforscht, welche Wege das Plastik in unserem Körper nimmt. Reichert es sich womöglich in uns an? Und was bedeutet das dann für uns?

Gemeinsam anpacken!

Jede*r von uns hat es selbst in der Hand: Wir können los gehen und aufräumen. Nicht nur bei uns zuhause, sondern auch in unserer Umgebung, bei jedem Spaziergang oder Wanderung. Alle, die mit Waterlove bereits an einer Aufräumaktion teilgenommen haben, berichten von ähnlichen Erlebnissen: Ein Schockmoment, in dem den Teilnehmer*innen bewusst wird, wieviel Müll wirklich in der Natur zu finden ist. Wenn wir gemeinsam regelmäßig solche Aktionen umsetzen, befreien wir die Umwelt nicht nur von sehr viel Dreck, sondern schaffen ein neues Bewusstsein.

Das haben wir schon bewirkt:

222

Kubikmeter Müll
haben wir gesammelt

140

Kilometer haben wir
dabei zurückgelegt

1801

Helfer unterstützten
uns tatkräftig

16

Bäume haben wir
bisher gepflanzt